Zur Ablehnung unseres Antrags vom 04.05.2026 „kurzfristige Verbesserung des p95-Wertes erreichen“ im Kreisausschuss folgende Pressemitteilung:
„Alter Wein in noch älteren Schläuchen“
Zwar sollte man nicht aus einer nicht-öffentlichen Sitzung berichten, aber die Gründe für die Ablehnung oben genannten Antrags kann man auch den zuvor getätigten Verlautbarungen der anderen Parteien entnehmen. Diese erachten den Antrag als nicht notwendig, schließlich habe die Verwaltung ja bereits angekündigt, ein neues Gutachten in Auftrag geben zu wollen.
„Über 10 Jahre habe ich die rettungsdienstliche Entwicklung in Celle miterlebt, von einer Bedarfsplanerhöhung zur nächsten. Immer hieß die Lösung: mehr Fahrzeuge, mehr Personal, mehr Vorhaltestunden. Und gebracht hat es in Bezug auf die Eintreffzeiten gar nichts. Wer seit Jahren immer wieder dieselbe Maßnahme ergreift, sollte den Mut haben, ihre Wirksamkeit kritisch zu hinterfragen – statt sie einfach erneut aufzulegen.“, erklärt Johannes Opitz, Die PARTEI.
„Das Haus brennt, aber anstatt die 112 anzurufen, wird sich zurückgelehnt und erstmal ein Gutachter beauftragt, um zu klären, ob das Haus auch wirklich brennt.“, umschreibt Fraktionsgeschäftsführer Kai Peters das Verhalten der anderen Parteien und stellt klar: „Mitnichten haben wir die Notwendigkeit eines neuen Gutachtens durch unseren Antrag in Frage gestellt, auch wenn dies gerne so interpretiert wurde. Aber definitiv wirkt das Abwarten auf ein Gutachten erstmal verzögernd. Wir waren und sind weiterhin an kurzfristig umsetzbaren sowie unbürokratischen und kreativen Lösungsmöglichkeiten interessiert, um den p95-Wert spürbar zu verbessern. Die gibt es, dass wissen wir, und die müssen auch nicht unmittelbar und zwingend Geld kosten, was ebenfalls unterstellt wurde. Man verlässt sich hier auf alten Wein in noch älteren Schläuchen und das hilft den Bürgerinnen und Bürgern in den betroffenen Gemeinden kein Stück weiter.“
Aus Sicht der Gruppe WG/CDW/Die PARTEI zeigt die Entscheidung im KA eine Ahnungs- und Sorglosigkeit der anderen Parteien, die nahe an Hilflosigkeit grenzt.
„Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von den von ihnen gewählten Vertreter*innen im Kreistag, dass diese Verantwortung
übernehmen und bereit zu Handeln sind. Da nur auf eine Verwaltung zu vertrauen, die erkennbar ihren gesetzlichen Auftrag nicht erfüllen kann, ist schlicht und einfach zu wenig.“, erklärt Fraktionsvorsitzender Ulrich Kaiser.
Und weiter: „Wer unseren Antrag aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass am Ende die Verwaltung dem Kreistag eine Beschlussvorlage mit den Ideen, Auswirkungen, ggf. auch Kosten hätte vorlegen sollen. Dann hätte der Kreistag auf Basis der Erkenntnisse der Arbeitsgruppe entscheiden können – auch negativ. Diesen Prozess im Vorfeld abzuwürgen hat keinem etwas gebracht, sondern nur geschadet. Damit wurde eine echte Chance vertan.“
Die Fraktion WG/CDW/Die PARTEI wird nicht locker lassen, hier schnelle und wirksame Verbesserungen erzielen zu wollen. Es sind weiterhin alle im Kreistag vertretenen Parteien eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Antrag_Gruppe_WG-CDW-DiePARTEI_Verbesserung-p95-Wert_04.05.2026
PM_WG-CDW-DiePARTEI_p95-Wert_ 07.07.2026
