Fahrradtour

„Das Wetter war uns wohlgesonnen, so dass wir die interessanten Punkte unserer Fahrradtour am 12.08.16 wunderbar erleben konnten“, so Alexandra Martin, Kandidatin zur Oberbürgermeisterin. Herr Edathy, Geschäftsführer der Stadtwerke Celle, schilderte WG- Mitgliedern und Interessierten am Anfang der Tour anschaulich das weitere Entwicklungspotential des Stadtwerkegeländes in der Fuhsestraße. Auf über 30.000 m2 könnte eine innenstadt- und bahnhofsnahe Erweiterung des urbanen Lebens erfolgen. Weiter ging es zur Schackstraße, in der eine städtebauliche Entwicklung von ca. 1928 zu sehen war. „Die Haesler-Bauten dort sind noch vorhanden und bewohnt, könnten jedoch eine Aufwertung vertragen“, so Martin. Anschließend erläuterte Dr. Flick von der Evangelisch-reformierten Kirche, dass Celle mit einem weiteren städtebauliches Juwel, dem „Temple“ aufwarten kann.

Das Kirchenhaus wurde vor ca. 317 Jahren nach der Flucht von Hunderten Hugenotten nach Celle mit Hilfe von Eléonore d‘Olbreuse errichtet und ist der einzige erhaltene hugenottische Kirchenbau in Nordwestdeutschland. Martin kann der Auffassung von Dr. Flick nur beipflichten, dass dies bei der touristischen Vermarktung von Celle als Anlaufpunkt unbedingt Erwähnung finden sollte. Die Schlichtheit und Reduziertheit des Baus vermittelte ein Gefühl von Ruhe, der die Möglichkeit zur Besinnung auf die wesentlichen Dinge des Lebens bietet. So gestärkt ging es weiter zur Bahnhofsunterführung Wiesenstraße, die einen neueren Blick auf Tag und Nacht ermöglichte. Symbolisch wurde dieses Thema an den Wänden der Unterführung durch ein gemeinsames Projekt des Ateliers 22 mit Jugendlichen aufgesprayt. So ergibt sich eine bunte Vielfalt, die die Tunneldurchfahrt abwechslungsreich gestaltet. Beim abschließenden Grillen wurde sich in gemütlicher Runde über die Erlebnisse ausgetauscht. „Es hat sich wieder einmal gezeigt, welch städtebauliches Juwel Celle mit den verschiedensten Baustilen über Jahrhunderte hinweg ist“, hält die OB-Kandidatin der WG fest. „Celle braucht dringend eine bessere touristische Vermarktung, die nicht nur Veranstaltungen hervorhebt sondern insbesondere die städtebaulichen Aspekte vermarktet. Dies muss auch im Wege des Direktmarketings geschehen und weitere neue Vermarktungswege sind zu beschreiten, damit Fortschritt in Celle sich gleichfalls im touristischen Bereich zeigt“, fordert Alexandra Martin.

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