Antrag zum Denkmalschutz

Die Stadt Celle ergreift die notwendigen bau- und denkmalrechtlichen Maßnahmen, um das Jessen-Haus Hannoversche Straße 48 vor dem weiteren Verfall zu bewahren.

Begründung:
Das alte Jessen-Haus von 1680 an der Ecke Hannoversche Straße/Jägerstraße stellt zusammen mit dem ehemaligen Gesundheitsamt (jetzt Ärztehaus und Apotheke) für den von Süden kommenden Verkehr das Eingangsportal zur Celler Altstadt dar.

Obwohl denkmalgeschützt verfällt es seit Jahren zusehends, bleibt möglicherweise absichtlich ungenutzt, um es abrissreif werden zu lassen.

Der Eigentümer hatte für die Erlaubnis zur Beseitigung des seinen Neubauplänen im Wege stehenden (nicht zum Ursprungsbau gehörenden) Westflügels das Versprechen abgegeben, das Hauptgebäude zu sanieren und wieder in seinen historischen Zustand zurückzuversetzen (vgl. CZ v. 14.06.2010).

Obwohl das Thema bereits zur Chefsache des OB avanciert war ist bis heute nichts passiert, was nach außen auch nur ansatzweise auf eine Instandhaltung schließen ließe. Im Gegenteil, es zeigen sich Wasserschäden, sprießendes Unkraut im Dachwinkel und im Gesamtbild deutliche Anzeichen der Verwahrlosung.

Das Problem ist der Stadt hinlänglich bekannt. Sie ist schon wiederholt tätig geworden – leider bislang offensichtlich ohne Erfolg.

Nachdem sich nun sogar die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der Thematik angenommen hat und dringend mahnt (siehe Stelltafeln in der Weinhandlung Bornhöft, Zöllnerstraße) müsste sich die Stadt aufgerufen sehen, die denkmalrechtlichen Verpflichtungen des Eigentümers mit all ihrem zu Gebote stehenden Nachdruck durchzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
für die Wählergemeinschaft

Torsten Schoeps
Fraktionsvorsitzender

Alexandra Martin
– Fraktionsgeschäftsführerin –